Erfahrungen und Qualifikationen
Eine fundierte Ausbildung bildet die Grundlage meiner Arbeit. Doch erst die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Hunden haben meinen Blick auf Hundeverhalten wirklich geprägt. Ob neugierige Welpen, unsichere, kranke oder traumatisierte Hunde, praktische Erfahrungen im Alltag oder ein mehrwöchiges Praktikum im rumänischen Auslandstierschutz – jede dieser Erfahrungen hat mich fachlich und persönlich wachsen lassen und fließt heute in meine Arbeit mit jedem einzelnen Hund ein.
Auslandstierschutz in Rumänien
Ein mehrwöchiges Praktikum im rumänischen Auslandstierschutz hat meinen Blick auf Hundeverhalten nachhaltig geprägt und mir wertvolle Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Hunden - von neugierigen Welpen bis hin zu kranken, unsicheren und traumatisierten Hunden ermöglicht.
Wissen und Qualifikationen
Lernen hört für mich nie auf. Durch meine Ausbildung zur Hundetrainerin, praktische Schulwochen sowie kontinuierliche Weiterbildungen erweitere ich mein Wissen stetig - mit dem Ziel, Hunde und Menschen bestmöglich begleiten zu können.
Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Hunden
Jeder Hund ist anders. Durch regelmäßige Spaziergänge und die Betreuung unterschiedlichster Hunde durfte ich viele verschiedene Charaktere, Bedürfnisse und Verhaltensweisen kennenlernen.
Praktische Erfahrungen im Auslandstierschutz
Ein Herzensprojekt von mir war ein mehrwöchiges Praktikum im rumänischen Auslandstierschutz. Während dieser Zeit durfte ich jeden Tag mit den unterschiedlichsten Hunden arbeiten und wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Ich begegnete neugierigen Welpen ebenso wie Senioren, gesunden Hunden ebenso wie kranken oder körperlich eingeschränkten Hunden sowie Hunden, die Menschen voller Vertrauen begegneten, aber auch solchen, die erst lernen mussten, dass der Kontakt zum Menschen etwas Schönes sein kann.
Viele dieser Hunde hatten bereits einen langen Weg hinter sich. Einige waren erst kurz zuvor aus rumänischen Tötungsstationen gerettet worden, andere wurden verletzt oder krank auf der Straße gefunden. Wieder andere haben ihre Familien verloren und lebten bereits länger im Shelter und warteten auf ihre Chance auf ein neues Zuhause. Jeder Hund brachte seine eigene Geschichte mit – und genau das machte diese Zeit für mich so besonders.
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten unter anderem Spaziergänge, Spielplatzbesuche, Verhaltensbeobachtungen, das Erstellen von Entwicklungsberichten sowie Foto- und Videodokumentationen für die spätere Vermittlung. Auch die Betreuung von Welpen, Senioren und Hunden im Quarantänebereich gehörte zu meinem Alltag. Dabei lernte ich nicht nur die unterschiedlichsten Hundetypen kennen, sondern auch, Verhalten möglichst objektiv zu beobachten und zu beschreiben. Gerade diese sorgfältigen Beobachtungen bilden eine wichtige Grundlage dafür, den passenden Menschen für jeden einzelnen Hund zu finden.
Vertrauen wächst Schritt für Schritt
Besonders geprägt hat mich die Arbeit mit ängstlichen und unsicheren Hunden.
Eine Hündin begleitete mich während meines gesamten Aufenthalts besonders intensiv. Daisy war lange Zeit Straßenhündin und Menschen gegenüber sehr vorsichtig. Sie erschrak bei kleinsten Geräuschen, hatte große Angst vor Geschirr und Leine und zog sich in der Tierheimwohnung, wo sie lebte, fast ausschließlich in den Trockenraum zurück. Berührungen ließ sie kaum zu und für Aufenthalte an der frischen Luft musste sie anfangs hinausgetragen werden.
Gemeinsam arbeiteten wir in vielen kleinen Schritten daran, ihr mehr Sicherheit zu geben. Mit positiver Verstärkung, Suchspielen, viel Ruhe und vor allem ohne Druck gewann sie nach und nach Vertrauen. Sie begann, Futter aus meiner Hand zu nehmen, ließ sich entspannt bürsten und suchte schließlich von sich aus die Nähe vertrauter Menschen. Besonders schön war für mich zu beobachten, wie sie ihre Ruhehöhle mitten im Wohnbereich annahm und sich dort trotz der Menschen um sie herum entspannen konnte. Am Ende meines Aufenthalts machte Daisy sogar ihre ersten kleinen Spaziergänge außerhalb des Shelters an der Leine. Sie blickte zwar immer wieder zurück, um sich zu vergewissern, dass ihr sicherer Ort noch da war, lief aber trotzdem mutig weiter.
Für viele mag das selbstverständlich wirken – für Daisy war es ein riesiger Entwicklungsschritt. Für mich war es einer der schönsten Momente meines gesamten Praktikums und eine wertvolle Bestätigung dafür, wie viel Geduld, Verständnis und Vertrauen bewirken können.
Hunde, die mich besonders geprägt haben
Während meiner Zeit im Shelter durfte ich viele Hunde kennenlernen, die mich bis heute begleiten.
Da war zum Beispiel Davie – ein großer Herdenschutzhund, der an beiden Hinterläufen gelähmt und dadurch inkontinent war. Er wurde von seiner Familie abgegeben, nachdem er gelähmt geworden war. Wie es zur Lähmung kam, wusste niemand.
Was mich an Davy besonders berührt hat, war nicht sein Handicap, sondern seine unendliche Freude über jede Form von Nähe. Sobald sich ein Mensch bewegte, der bei ihm im Zwinger zu Besuch war, begann er leise zu jaulen, weil er befürchtete, wieder allein zu sein. Gleichzeitig begrüßte er jeden Besucher voller Freude und lud jeden Einzelnen dazu ein, sich zu ihm zu setzen und ihn zu streicheln. Seine Einschränkungen schienen für ihn selbst in den Hintergrund zu treten – viel wichtiger war ihm die Nähe zu den Menschen. Diese Begegnungen haben mich tief bewegt und mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Zuwendung für das Wohlbefinden eines Hundes sein kann.
Ein anderer Hund, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war Marley. Er war erst wenige Tage zuvor aus einer Tötungsstation gerettet worden. Als ich mich das erste Mal zu ihm setzte, kam er ruhig auf mich zu, blieb ganz nah bei mir und schenkte mir vorsichtige Hundeküsschen. In diesem Moment musste ich gegen Tränen kämpfen. Zu wissen, dass dieser sanfte und freundliche Hund wenige Tage zuvor noch hätte sterben sollen, hat mich tief berührt. Marley hat mir gezeigt, wie viel Vertrauen manche Hunde den Menschen trotz ihrer Vergangenheit noch entgegenbringen können.
Nicht jeder Hund war bereits so weit. Manche hatten noch große Angst vor Menschen und ihrer Umgebung. Novalie war ebenfalls aus einer Tötungsstation gerettet worden. Sie war voller Angst und zeigte bereits stereotype Verhaltensweisen. Immer wieder drehte sie sich im Kreis oder stand regungslos da und starrte die Wand an. Man konnte ihre Neugier erkennen – doch ihre Angst schien sie regelrecht einzufrieren. Es war schwer zu sehen, wie belastende Erfahrungen einen Hund so sehr einschränken können.
Zu erleben, wie unterschiedlich Hunde mit ähnlicher Vergangenheit auf neue Situationen reagieren, hat meinen Blick auf Hundeverhalten nachhaltig geprägt. Jeder Hund verarbeitet Erlebtes anders und braucht sein eigenes Tempo, um Vertrauen zu entwickeln.
Jeder Hund lernt in seinem eigenen Tempo
Auch die Arbeit mit den Welpen war etwas ganz Besonderes. Viele von ihnen wurden auf der Straße oder sogar in Kartons im Müll gefunden. Einige begegneten uns offen und neugierig, andere bellten aus Unsicherheit und wussten nicht, ob sie uns vertrauen konnten.
Zu meinen Aufgaben gehörte es, sie behutsam an Berührungen, das Hochheben und verschiedene Alltagssituationen zu gewöhnen, damit sie möglichst gut auf ihr späteres Leben vorbereitet werden. Gerade bei unsicheren Welpen war dabei viel Fingerspitzengefühl gefragt. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Hunde weder zu überfordern noch dauerhaft in ihrer Unsicherheit zu belassen, sondern sie in ihrem eigenen Tempo auf ihrem Weg zu begleiten.
Ebenso beeindruckt hat mich die Entwicklung vieler Hunde, die erst kurz zuvor aus einer Tötungsstation gerettet worden waren. Manche saßen anfangs nur verängstigt in ihrer Hütte und wagten sich kaum heraus. Einige Tage später standen genau diese Hunde schwanzwedelnd am Zaun, suchten vorsichtig den Kontakt zum Menschen und begannen, ihre Umgebung neugierig zu erkunden.
Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, denke ich nicht zuerst an rund 400 Hunde im Shelter oder an die vielen täglichen Aufgaben. Ich denke an die einzelnen Persönlichkeiten, die ich kennenlernen durfte. An Hunde, die Schlimmes erlebt hatten und trotzdem bereit waren, einem Menschen noch einmal Vertrauen zu schenken. An Hunde, die mir gezeigt haben, wie wichtig Geduld, Verständnis und eine individuelle Begleitung sind.
Diese Zeit hat mich fachlich und persönlich wachsen lassen. Sie hat meinen Blick auf Hundeverhalten geschärft und mich darin bestärkt, Hunde nicht nach schnellen Lösungen oder pauschalen Trainingsmethoden zu beurteilen. Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit, lernt in seinem eigenen Tempo und hat individuelle Bedürfnisse. Für mich beginnt gute Arbeit mit Hunden deshalb immer damit, genau hinzusehen, ihre Körpersprache zu verstehen und Vertrauen aufzubauen.
Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit – und genau dort sollte gute Begleitung beginnen.
„Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann vieles aus ihnen herausstreicheln.“
– Astrid Lindgren
Wissen und Qualifikationen
Für mich hört Lernen nie auf. Ich bin überzeugt davon, dass fundiertes Fachwissen die Grundlage für eine individuelle und bedürfnisorientierte Begleitung von Mensch und Hund ist. Deshalb bilde ich mich kontinuierlich weiter und erweitere mein Wissen stetig.
Fachliche Ausbildung
Aktuell absolviere ich die Ausbildung zur Hundetrainerin an der Lake Dog Akademie – für Mensch und Hund. Die theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte habe ich bereits erfolgreich abgeschlossen und bereite mich derzeit auf die abschließenden Prüfungen vor.
Die Ausbildung vermittelt mir umfassendes Wissen rund um das Verhalten, die Gesundheit und die Bedürfnisse von Hunden. Ergänzt wird die theoretische Ausbildung durch regelmäßige praktische Unterrichtseinheiten vor Ort, in denen das erlernte Wissen in Begleitung verschiedener DozentInnen direkt mit unterschiedlichen Hunden angewendet und vertieft wird.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem Lerntheorie, Körpersprache und Kommunikation, Rassekunde, Genetik, Anatomie, Ernährung sowie die Entwicklung des Hundes – von der Trächtigkeit über die Welpen-, Junghunde- und Erwachsenenphase bis hin zum Seniorhund. Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit verschiedenen Verhaltensweisen und Herausforderungen wie Angst-, Aggressions- oder Stressverhalten sowie vielen weiteren Themen, die im Zusammenleben von Mensch und Hund eine wichtige Rolle spielen.
Besonders wertvoll ist für mich die Zusammenarbeit mit erfahrenen Dozentinnen und Dozenten aus unterschiedlichen Fachbereichen. So durfte ich unter anderem Unterricht bei dem Verhaltensforscher Ádám Miklósi, dem Rasseexperten Gerd Leder sowie einer auf Hunde spezialisierten Ernährungsberaterin und Physiotherapeutin erhalten. Dadurch kann ich viele Themen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Blickwinkeln betrachten.
Erste Hilfe am Hund
Im Juni 2026 habe ich erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde absolviert. Mir ist es wichtig, auch in Notfallsituationen ruhig und verantwortungsvoll handeln zu können und die wichtigsten Sofortmaßnahmen bis zur tierärztlichen Versorgung zu beherrschen
Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Hunden
Durch regelmäßige Hundebetreuung und Spaziergänge durfte ich bereits zahlreiche Hunde verschiedener Rassen, Altersgruppen und Persönlichkeiten begleiten. Dabei konnte ich Erfahrungen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, Charakteren und Alltagssituationen sammeln.
Auch im Rahmen meiner Ausbildung arbeite ich in praktischen Unterrichtseinheiten mit verschiedenen Hunden. Unter Anleitung erfahrener Dozentinnen und Dozenten wird das theoretisch erlernte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt und an unterschiedlichen Hundetypen angewendet.